Vielleicht sind wir alle abhängig – WZS #3

Vielleicht bist du der festen Überzeugung, dass andere Menschen dich nicht beeinflussen. Vielleicht denkst du, dass das, was dir deine Familie und deine Freunde raten und geraten haben, gut für dich ist und war. Vielleicht verlässt du dich darauf, dass dir Lehrer und andere Autoritäten Gutes wollen.

Ich möchte nicht behaupten, dass es per se schlecht ist, auf Ratschläge zu hören oder sich zu überlegen, wie die eigenen Vorbilder in bestimmten Situationen handeln würden. Ich finde aber auch, dass man dafür sensibel werden muss, wann man sich in eine Co-Abhängigkeit begibt und ob es sich vermeiden lässt.

Ich kann es nicht oft genug sagen: die Verantwortung für unser Leben liegt ganz allein bei uns. Bei niemandem sonst.

Heute suchen wir mal nach einer Situation, in der wir eine Entscheidung getroffen haben, die eine andere Person oder Personengruppe für gut befunden hat. Es kann sein, dass du einem direkten Ratschlag gefolgt bist. Es kann aber auch sein, dass du dir gedacht hast „Was würde X an dieser Stelle tun“ oder „Wenn ich das so und so angehe, findet das Y bestimmt cool“. Hast du nicht insgeheim auch mal etwas getan, um Eindruck zu schinden? Ein Tipp: Denk mal an die Pubertät oder die Teenager-Zeit. Ob es darum ging, welche Sportkurse du gewählt hast, welche Klamotten du gekauft hast, wie du deine Freizeit verbracht hast, wie du die Schulzeit empfunden hast, wie du über deine Zukunft gedacht hast, was du für Musik gehört hast und so weiter. Allein der Gedanke, was andere Leute über uns denken, beeinflusst uns. Fast unmerklich. Aber eben nur fast.

Hast du deine Situation, deine Erinnerung, aufgeschrieben? Dann spiel sie jetzt noch einmal durch, von vorn bis hinten, mit dem Unterschied, dass du deine Gedanken und dein Handeln nicht abhängig von anderen gemacht hast. Versuche mal in deinen früheres Ich hineinzuhorchen und verändere die Situation. Was hättest du anders gemacht? Wie hätte sich das auf dein weiteres Leben ausgewirkt? Wie wären die Menschen in deinem Umfeld damit umgegangen?

Wenn dir mehrere Situationen einfallen, schreib alles auf, woran du dich erinnerst – vielleicht ergeben sich Muster, die du sogar bis heute verfolgst.

Diese kleine Übung ist an dieser Stelle zu Ende. Was wir mit den neuen Erkenntnissen machen, liegt ganz bei uns. Wie gesagt: Es geht hier gar nicht um eine Negativ-Wertung der Ratschläge anderer Leute, sondern darum, uns bewusst zu machen wie viel oder wenig wir auf die Meinung anderer geben.

Bei mir persönlich war relativ schnell klar, dass ich mich gerade in der Schulzeit, viel zu viel hab beeinflussen lassen. Meine Konsequenz daraus war natürlicherweise, dass ich mir heute genau überlege, wessen Meinung mir wichtig ist und wer meine Vorbilder sind.

Ich hoffe, dieses Wort zum Sonntag hat gefallen und wünsche einen Taaag. Mach das, worauf du Lust hast 😉

 

Lilli

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