Wie würdest DU dich heute am liebsten fühlen? – WZS #7

Gegen Gefühle kann man nichts machen. Sie beherrschen uns und unser Leben. Das ist eine Überzeugung, die ich im letzten Jahr abgelegt habe.

Worauf basieren unsere Gefühle? Auf Gedanken. Bewusste und unterbewusste – hauptsächlich unterbewusste. Wenn ich mich schlecht fühle, dann ist das so, weil ich schlechte Gedanken habe. Und nicht andersrum. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich das verstanden habe. Aber ich stelle immer wieder fest, dass mein relativ positives Mindset mich gelassener gemacht hat. [Gelassener, liebe Mama. Nicht gleichgültig ;)] Dass unvorhergesehene und „schlimme“ Dinge mich nicht sofort in Wut, Trauer oder Verzweiflung ausbrechen lassen. Und das liegt daran, dass ich sehr wohl Herrin über meine eigenen Gedanken bin. Wenn ich Gedanken wie „Mein Leben ist ein Scherbenhaufen“ oder „War ja klar, dass mir das passiert“ oder „Ich bin einfach eine schlechte Person und verdiene nichts Gutes in meinem Leben“ denke, dann ist doch klar, dass sich diese Dinge in meinem Gefühlsleben widerspiegeln. Denke ich aber „Davon wird die Welt nicht untergehen“ und „Ich finde Möglichkeiten, die alles besser machen“, dann fühle ich mich weniger den schlechten Gefühlen ausgesetzt. Ich fühle mich in charge. Ein gutes Gefühl.

Die meisten Gedanken, die wir haben, sind Gewohnheiten. Deshalb glauben wir auch, dass sie alle wahr sind. Aber nur weil du denkst, das du diesen Job oder jene Liebesbeziehung nicht verdient hast, ist das nicht wahr. Das ist Selbstmanipulation. Es ist schwierig, sein Mindset zu ändern, weil wir manchmal gar nicht merken, wie viele unwahre, manipulative Gedanken wir haben. Jeden Tag, jede Minute. Sobald wir diese Gedanken identifiziert haben, können wir sie verwerfen und ersetzen. Unsere Gedanken sind machtvoll. Unsere Gefühle sind lediglich ihre Manifestation.

Heute schreiben wir uns zunächst nur ein einziges Wort auf. Am Besten auf einen Zettel. Wie möchten wir uns in der nächsten Woche fühlen? Was steht nächste Woche an und welches Gefühl wird uns beflügeln und gut durch den Alltag bringen? Wir haben die freie Auswahl. Den Zettel kleben wir uns irgendwo hin, wo wir ihn täglich sehen. An den Kühlschrank, die Pinnwand oder an die Haustür.

Als Nächstes überlegen wir uns ein paar Gedanken, die zu diesem Gefühl führen. Wer mutig sein will, denkt „Ich kann alles schaffen“. Und wer gelassen sein möchte, denkt „Ich bewahre Ruhe, egal, was passiert“ und so weiter.

Das klingt natürlich alles super abgedroschen. Aber wenn wir nicht anfangen aktiv an unserer Gedankenwelt zu arbeiten, werden wir uns kaum vor schlechten bzw. fehlgeleiteten Gefühlen schützen können. Für mich wurde das klar, als ich irgendwann dachte, dass ich nur zufrieden werden kann, wenn das und das passiert. Wenn es gut läuft, wenn etwas klappt. Ich hab mein Glück absolut von äußeren Umständen abhängig gemacht. Und dann ist irgendwas eingerastet. Das nützt mir nichts. Es steht außer Frage, dass wir von „außen“ beeinflusst werden. Aber als Individuen mit freiem Willen gibt es etwas, das ganz allein unserer Kontrolle unterliegt, wenn wir es wollen. Unsere Gedanken. Unsere Perspektive, unsere Herangehensweise.

Jetzt kommt das große ABER.

Aber wir sollen doch fühlen. Auch schlechte Gefühle. Jein. Wenn schlechte Gefühle entstehen, weil wir an falschen Überzeugungen festhalten, dann ist es pure Zeitverschwendung, sich diesen Gefühlen hinzugeben. Jedes Gefühl hat seine Berechtigung – aber nicht, weil es einfach da ist, sondern, weil wir es zulassen.

Versuchen wir also in der kommenden Woche mal, unsere Gedanken ein bisschen zu lenken, anstatt sie einfach passieren zu lassen, und schauen, wie wir uns damit fühlen.

 

Lilli

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