Nachhaltigkeit: Baby-Steps mit Bedacht

Ich hab es schon angekündigt und alle, die innerlich mit den Augen rollten, als ich das Thema Nachhaltigkeit anschnitt, dürfen nun direkt das Fenster schließen und ihren Tag weiter genießen. Allen anderen würde ich heut gern ein paar Alltagstipps mit auf dem Weg geben.

Warum ist Nachhaltigkeit so wichtig? Ganz plump gesagt: weil die Ressourcen auf unserem Planeten begrenzt und langsam aber sicher sehr sehr knapp werden. Für mich persönlich ist Ethik ein großer Faktor von Nachhaltigkeit. Das ist sie per Definition eher nicht, aber irgendwie geht es doch darum, für so viele Menschen wie möglich eine gerechte, schöne Welt für so lange Zeit wie möglich zu schaffen. Meiner Meinung nach gehört da beispielsweise auch dazu, dass bei der Herstellung von Kleidung nicht nur wenig Ressourcen verbraucht, sondern auch alle Beteiligten anständig behandelt werden.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass kaum jemand etwas aus Verantwortungsgefühl und Nächstenliebe macht, sondern nur zu Veränderung motiviert ist, wenn er selbst den größten Nutzen rausschlägt. Ich möchte nicht beurteilen, ob das in Ordnung so ist. Aber ich kann daran erinnern und dazu aufrufen vielleicht mal etwas zu tun, eine Gewohnheit zu überdenken und eventuell eine neue zu etablieren, einfach um etwas Gutes zu tun. Für den Planeten. Für die Luft. Für andere Menschen. Und letztendlich auch für das eigene Selbstbild. Denn selbst, wenn wir Gutes tun, um uns gut zu fühlen, haben wir in erster Linie Gutes getan. Besser, als es nicht zu tun.

Es gibt elendig viele Wege ein bisschen Nachhaltigkeit ins eigene Leben zu integrieren.

  1. Fast-Food und Fast-Fashion vermeiden. Vor 3 Jahren noch hätte ich nicht auf H&M, Primark etc. verzichten wollen. Mode ist eben so kurzweilig, es war unmöglich nicht mehrmals im Jahr shoppen zu gehen. Billige Kleidung ist meistens nicht mehr als das. Billig. Das ist nochmal ein Thema für sich… Aber es wäre auf jeden Fall ein großer Schritt, die regelmäßigen Shoppingtouren in Fast-Fashion-Geschäften zu minimieren und generell beim Kauf auf die Herkunft und Qualität der Kleidung zu achten. Fürs Essen gilt eigentlich genau dasselbe.
  2. Müll vermeiden. Vor allem Plastik. Es kursierte letztens ein Video bei Facebook, in dem eine junge Frau innerhalb eines Jahres nur ein kleines Einmachglas mit Müll produziert hat. Beneidenswert, wenn ich bedenke, dass ich mehrmals die Woche Mülltüten voll bekomme. Aber ich achte mittlerweile mehr darauf, dass ich unverpackte Waren kaufe. Ähnlich wie bei der Kleidung ist das nicht immer möglich, aber hier geht es darum, einfach mal nach Alternativen zu schauen. Vielleicht könnte man ja damit anfangen, immer eine Stofftasche dabei zu haben um nicht in die Versuchung zu kommen, Plastiktüten zu kaufen.
  3. Energie sparen. Das ist einfach. Kein Licht brennen lassen, das nicht gebraucht wird, effektiv heizen, keine 800 Jahre unter der Dusche stehen. Übrigens verbrauchen Elektrogeräte immer Strom, sobald sie in der Steckdose stecken, auch wenn sie nicht eingeschaltet sind. Auch wenn man sich 3 Mal mehr am Tag zur Steckdose bücken muss – am Ende spart man mehr Energiekosten. Kosten werden auch gespart, wenn man Obst und Gemüse nach Möglichkeit regional kauft. Denn das Teuerste und UmweltUNfreundlichste an den tollen exotischen Tomaten ist der Transport nach Deutschland.
  4. Es tut mir leid, aber es muss erwähnt werden… Tierprodukte meiden. Die Herstellung von Fleisch, Eiern und Milchprodukten ist der größte zum Klimawandel beitragende Faktor. Sogar größer als der CO2-Ausstoß von allen Verkehrsmitteln der ganzen Welt zusammen. Mit dem Soja, was die kranken Tiere essen, die im Supermarktregal landen, könnte man locker den Welthunger bekämpfen. Mit dem Wasser, was bei den Herstellungsprozessen draufgeht, könnte man stattdessen Menschen retten.

Das sind meiner Meinung nach die größten Baustellen. Aber damit einher gehen natürlich noch eine Menge weiterer Dinge, die man tun kann oder lassen sollte. Vielleicht sollte ich zwischendurch mal erwähnt haben, dass ich hier meine Aussagen bewusst nicht mit irgendwelchen Quellen belege. A) weil ich wissenschaftliches Arbeiten schon immer verabscheut habe und b) weil ich hier nicht versuche, irgendwen zu überzeugen. Ich bin informiert und von dem überzeugt, was ich hier schreibe, mehr ist in diesem Kontext nicht wichtig.

Aber genug der ernsten Worte, es folgen noch ein paar kurze, knackige Tipps für den Alltag:

  • Ein „keine Werbung einwerfen“-Aufkleber am Briefkasten
  • Öfter mal das Auto/Motorrad stehen lassen
  • Müll trennen
  • Glasflaschen oder andere wiederverwertbare Behälter benutzen
  • Essen planen, Einkaufslisten schreiben, mit Bedacht einkaufen
  • Den Computer / Fernseher / Smartphone (oder irgendein anderes oft benutztes Gerät) mal aus lassen
  • Öfter mal mit anderen zusammen kochen
  • Fahrgemeinschaften, Mitfahrgelegenheiten nutzen
  • Auf dem Markt einkaufen
  • Neugierig sein, Augen und Ohren offen halten
  • durch Secondhand-Läden stöbern
  • Leitungswasser trinken
  • Saisonales Obst und Gemüse kaufen
  • Selbst Reinigungsmittel aus Zitrone, Natron u.ä. Herstellen
  • Selbst Kosmetik/Drogerieartikel herstellen

Würde ich länger überlegen, könnte ich diese Liste sicherlich noch ewig weiterführen. Aber vielleicht geb ich euch an diesem Punkt mal die Möglichkeit, eure Tipps zu teilen. Es gibt wahrscheinlich noch tausend Dinge, die ich nicht bedacht habe. Lasst uns einfach mal diskutieren, Erfahrungen und Tipps austauschen!

Zwei Empfehlungen, die ich noch loswerden möchte, sind zum einen der Film Tomorrow und der Instagram-Account von Dariadaria, speziell die Storys, in denen sie regelmäßig Erfahrungen, Produkte und Organisationen rund ums Thema teilt.

Lilli

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